Verein Frauen ohne Grenzen cashte 62.645 Euro

frauen ohne grenzen - foerderung - subvention 2006 - edit schlaffer - frauenverein - diegalerie - vaterrecht -  blaulicht und graulicht

Für sehr freischwebende Frauenprojekte erhielt der Frauenverein von Edit Schlaffer im Jahr 2006 immerhin 62.645 Euro. Darunter Geld für ein Frauenhaus in Afgahnistan. (Foto: Förderbericht BM Soziales, Parlamentsmaterialien)

(Wien, im Jänner 2010) Es gibt nationale Initiativen, die Sinn machen und es gibt internationale Initiativen, die nach Geldnehmerei schmecken. Eine solche Initiative ist der Verein „Frauen ohne Grenzen“. Es liegt zwar schon eine Weile zurück, ist aber festzuhalten: Der Verein aus der Wiener Gumpendorferstraße cashte 2006 immerhin 62.645 Euro Subvention. Für den Schwerpunkt „Connecting Women and Children for Hope!“, für die Wiener Konferenz mit Titel „Die Familie als Keimzelle gegen den Terror“ und, man halte sich fest, für ein „Frauenhaus in Afghanistan“.

Frauenhaus in Afghanistan

Jeder mag zu Frauenpolitik stehen, wie er will. Einiges im regionalen Rahmen lässt man durchgehen. Wenn aber die österreichische Bevölkerung für ein „Frauenhaus in Afghanistan“ immerhin 27.000 Euro (laut Förderungsbericht BM für Soziales und Konsumentenschutz 2006) zahlen soll, sind Fragen erlaubt.

Hinter dem Verein steht eine Frau, die Bücher schreibt und offen sagt, dass Frauenpolitik ihr Hauptthema ist. Männer kommen in ihren diversen Ratgebern bestenfalls als ironische Fußnote vor. Die Dame lebt in ihrer eigenen Welt. Trotzdem gelang es der „Sozialforscherin“ über 23 Jahre lang ein Boltzmann-Institut zu leiten, bis es wegen mangelnder Effizienz im Zuge der großen Umstrukturierung der mehr als 120 „Boltzmann-Institute“ 2005 geschlossen wurde. Ihre Einrichtung hieß „Ludwig-Boltzmann-Forschungsstelle für Politik und zwischenmenschliche Beziehungen“ und war wohl mehr ein Selbstbedienungsladen für die Buchautorin, die mit der Amerikanerin Cheryl Benard, die mit dem langjährigen US-Botschafter in Afghanistan, Irak und der UNO verheiratet ist, die Ressourcen ausbeutete und gemeinsame feministische Bücher vom Stapel ließ.

Die deutsche Webseite „Väternotruf.de“ formuliert es zum Eintrag „Edit Schlaffer“ griffig: „Cheryl Benard und Edit Schlaffer können für sich reklamieren, viele Jahre väterfeindliche und reaktionäre Müttermacht verteidigende Leuchttürme inmitten der Alleinvertretung beanspruchenden Mütterrechtsbewegung gewesen zu sein. Von daher haben sie viel Schuld gegenüber Trennungskindern und ihren Vätern auf sich geladen. Der 20-jährige Rückstand Österreichs gegenüber Deutschland auf dem Gebiet des Kindschaftsrechts dürfte auch mit eine Folge der unverhohlen väterfeindlichen Propaganda der beiden sein. Nun sind die beiden etwas in die Jahre gekommen und lassen gelegentlich durchgucken, dass sie auch Männer als menschliche Wesen betrachten. Das tragische am Rechtsstaat scheint zu sein, dass die Propagierung menschenverachtender Ideologien, wie die von Benard und Schlaffer sanktionslos bleiben wird.“

Private Reisegesellschaft „Frauen ohne Grenzen“

Im Wiener Fördernetzwerk der mehr als 30-jährigen Alleinregierung der SPÖ bestens aufgehoben, konnten sie dichten und schreiben. Akkurat 2005, als es mit dem Boltzmann-Institut zu Ende ging, gründete sie einen Verein. Dieser Verein heißt „Frauen ohne Grenzen“ und er wird dieser Frau wieder voll finanziert. Es gibt die „Ärzte ohne Grenzen“, die im Ausland zumindest etwas arbeiten, es gibt die „Reporter ohne Grenzen“, die die Weltlage im Journalismus beobachten. Daher dachte Edit Schlaffer, dass es gut ist, „Frauen ohne Grenzen“ zu gründen. Es ist eine Reisegesellschaft. Man fährt nach Afghanistan oder nach Indien (Mumbai) und führt dort „Gespräche“. Man wird zum Beispiel in der 14 Millionen-Einwohner-Stadt Mumbai bei irgendwelchen Honoratioren vorstellig und plaudert. Dann reicht man in Wien Projekte ein, das in Afghanistan ein Frauenhaus vorsieht oder in Mumbai irgendwelchen hinterbliebenen Frauen nach den Terroranschlägen am 26. November 2008 „helfen“ will. Oder man macht ein Frauentraining im Irak (!), oder noch einen Empowerment-Kurs in Ruanda (!) oder ein Tsunami-Hilfsprojekt in Süd-Indien. Man reicht wieder in Wien um Förderung ein und bekommt Geld. Oder ein weiteres „Projekt gegen Gewalt gegen Frauen“ wieder in Indien oder einen Empowerment-Kurs mit türkischen, zypriotischen und österreichischen Mädchen.

Irgendwer finanziert Edit Schlaffer stets ein Projekt

Irgendwie hat man den Eindruck, dass Edit Schlaffer mit ihrem Verein „Frauen ohne Grenzen“ die Projekte schneller erfindet als man die Kleider wechselt. Stets geht es ihr darum, rund um die Welt zu reisen. Und irgendwie kennt sie in diesem und jenem Ministerium immer irgendwen, der ihr dieses finanziert. Kurz: Edit Schlaffer meint, sie ist Mutter Teresa.

Mutter Teresas Mission Statement

Im Mission Statement ihres Vereins „Frauen ohne Grenzen“ heißt es:

„Frauen ohne Grenzen sehen sich als PR- und Lobbying-Organisation für Frauen international. Als internationale Initiative für Frauen in Politik und Zivilgesellschaft bieten wir Frauen ein Forum, damit ihre Stimmen gehört werden und ihre Anliegen der internationalen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Frauen ohne Grenzen unterstützen Frauen weltweit auf ihrem Weg zur Teilnahme und Mitsprache an Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen, und dabei, ihre Talente und Energien in das öffentliche Leben einzubringen.

Frauen ohne Grenzen arbeiten für gewaltfreie und friedliche Konfliktlösungen, für eine Zukunft der Politik, die aktive Zivilgesellschaften unter dezidierter Einbindung von Frauen fördert, wir treten für eine Zukunft ohne Angst, Unterdrückung und Gewalt ein.

Die Aktivitäten von Frauen ohne Grenzen haben das Ziel, ein positives Signal für die Courage und den Einsatz dezidierter UnterstützerInnen der Zivilgesellschaft zu setzen und wir arbeiten energisch daran, den Brückenschlag zwischen den Kulturen zu erreichen.

Frauen ohne Grenzen stärken Frauen durch weltweiten Dialog, durch gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Schaffung von Allianzen und Netzwerken, durch Modellprojekte in Kooperation mit kompetenten Partnerorganisationen.“

Ein ärgeres Selbstlob hat man selten gelesen. Jedoch: Solange sich in den diversen Wiener Ministerien jemand findet, und sie dürfte allerbeste Kontakte in die Schaltstellen der Fördertöpfe haben, die der 59-jährigen, reiselustigen Edit Schlaffer eine weitere Reise finanzieren, wird das ewig so weitergehen. Im Dienste des „weltweiten Dialogs für Frauen“.

Marcus J. Oswald

Zitat | Dieser Beitrag wurde unter Frauenvereine, Politik abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s